Ein Website Relaunch mit WordPress ist deine Chance, die gesamte Website technisch, inhaltlich und visuell zu modernisieren und gleichzeitig das größte Risiko für Sichtbarkeit, Leads und Umsatz. Der Leitfaden richtet sich an mittelständische Unternehmen, die ihren Website Relaunch ohne Ranking-Verlust und mit einem klaren SEO-Konzept planen wollen.
Warum SEO beim Relaunch entscheidend ist
Ohne klares SEO-Konzept können beim Relaunch über Jahre aufgebaute Rankings und Backlinks in wenigen Tagen einbrechen. Ursache sind meist fehlende Weiterleitungen, ein unsauberes 301-Mapping, unstrukturierte Content-Migration und ein technischer Launch ohne abgestimmten Fahrplan, insbesondere, wenn Geschäftsführung, Marketing, IT und Agentur parallel daran arbeiten.
Der Prozess:
SEO-Relaunch in sechs Phasen
Damit genau das nicht passiert, bekommst du ein klares Vorgehen an die Hand: In den folgenden sechs Phasen entwickelst du ein strukturiertes SEO-Konzept für deinen Website-Relaunch.
Die Schritte werden anhand von WordPress erläutert, lassen sich aber auf andere Systeme genauso übertragen.
Phase 1 – Analyse vor dem Relaunch
Bevor an Konzept, Design oder Technik gearbeitet wird, muss klar sein, was aktuell gut funktioniert und wo Schwächen liegen. Diese Phase sammelt Daten zu Keywords, Rankings, Inhalten und Technik, damit ihr später gezielt schützen und verbessern könnt, statt im WordPress Website Relaunch „blind“ umzubauen.
Keyword- & Ranking-Snapshot
Welche Suchbegriffe bringen heute Sichtbarkeit und Anfragen, und über welche Seiten?
Welche Seite hat welches Ranking?
Die Antworten auf diese Fragen sind die Basis, um nach dem Relaunch vergleichen zu können, ob ihr besser oder schlechter dasteht.

Was sind Rankings und warum sind sie wichtig?
Rankings sind die Positionen deiner Seiten in den Suchergebnissen zu bestimmten Suchanfragen. Gute Rankings sorgen für Sichtbarkeit, Klicks und damit für Anfragen und Umsatz.
Content- und URL-Audit
Ergänzend dazu folgt ein Content- und URL-Audit. Dazu erstellst du eine vollständige Liste aller URLs (z. B. über Crawl, Sitemap und CMS-Export) und ordnest die Inhalte grob in „behalten“, „überarbeiten“, „zusammenführen“ oder „entfernen“. Das ist die inhaltliche Grundlage, auf der später eure neue Struktur und das 301-Mapping aufbauen.

Was ist ein Content-Audit?
Ein Content-Audit ist eine systematische Bestandsaufnahme aller Inhalte, um zu entscheiden, welche Seiten bleiben, verbessert, zusammengelegt oder gelöscht werden.
GEO-Analyse und externe Verweise
Neben klassischen Rankings ist genauso wichtig, wo du heute bereits als „Quelle“ herangezogen wirst – sowohl in KI-Antworten als auch über externe Links. Genau diese Seiten sind besonders wertvoll, weil sie deine Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit in der KI-Suche und im klassischen Web stützen. Citations sind dabei ein zentraler Hebel, um in KI-Antworten überhaupt aufzutauchen und dort dauerhaft präsent zu bleiben.
In KI-Suchen: Suche in relevanten KI-Tools nach Marke, Domain und wichtigen Themen. Notiere, welche Antworten dich nennen und auf welche Seiten verwiesen wird. Markiere diese URLs als besonders schützenswert.
Bei Referrals: Schau in deiner Webanalyse, welche externen Seiten regelmäßig guten Traffic schicken und auf welche Ziel-URLs sie verlinken.
SEO-Bestandsaufnahme
| Schritt | Aufgabe | Tool / Datenquelle |
|---|---|---|
| Keyword-Status prüfen | Wichtige Keywords & Rankings erfassen | Search Console, Tracking |
| Top-URLs identifizieren | Seiten mit viel Traffic & Conversions markieren | Analytics, Search Console |
| Content-Audit | Inhalte nach „behalten/optimieren/zusammenführen/löschen“ einteilen | Eigene Analyse |
| Technischer Status | Crawling, Indexierung, mobile Nutzung, Core Web Vitals prüfen | Crawler, Pagespeed-Tools |
| KI-Sichtbarkeit prüfen | Erwähnungen/Zitate in KI-Suchen und generativen Antworten erfassen | GEO-Tools |
| Referrals | Wichtige Verweisquellen und deren Zielseiten identifizieren | Analytics |
Am Ende dieser Phase solltest du wissen, welche Inhalte und URLs besonders schützenswert sind, wo Lücken bestehen und welche technischen Baustellen bereits vor dem Relaunch sichtbar sind.
Phase 2 – URL- und 301-Mapping
Die URL-Struktur entscheidet, ob Suchmaschinen und Nutzer deine Inhalte nach dem Relaunch wiederfinden. In dieser Phase legst du fest, welche alten URLs auf welche neuen Seiten weiterleiten, und definierst per 301-Mapping dauerhafte Weiterleitungen von alten auf neue Adressen. So zeigst du Suchmaschinen und Nutzern eindeutig, wohin ein Inhalt umgezogen ist, und stellst sicher, dass vorhandene Rankings und eingehende Links möglichst vollständig auf die neuen Seiten übertragen werden.
Vollständige URL-Liste & Zielstatus
Für jede bestehende URL triffst du eine klare Entscheidung: Du behältst sie unverändert, führst sie in eine neue Seite über oder entfernst sie komplett. Auf dieser Basis erstellst du eine 301-Mapping-Tabelle – eine strukturierte Liste, in der du für jede alte Adresse das zukünftige Ziel, den Status (bleibt, ersetzt, entfällt) und die Art der Weiterleitung dokumentierst.
301-Mapping (Beispiel)
| Alte URL | Status | Neue URL | Weiterleitung |
|---|---|---|---|
| /leistungen/seo/ | bleibt/optimiert | /leistungen/seo/ | 301 auf neue Version |
| /blog/seo-tipps/ | zusammengeführt | /wissen/seo-guide/ | 301 auf neuen Guide |
| /produkte/alt-tool/ | entfällt | /produkte/ | 301 auf passende Kategorie |
So stellst du sicher, dass keine wichtigen Seiten im Nirwana landen und wertvolle Signale – etwa Backlinks – sauber auf die neuen Ziele weitergegeben werden.
Phase 3 – Content-Migration & interne Links
Beim eigentlichen Content-Umzug nach WordPress passieren viele kleine Fehler, die später Rankings und Nutzerfluss kosten. Diese Phase sorgt dafür, dass Inhalte sauber übernommen, sinnvoll strukturiert und interne Links direkt auf die neuen Zielseiten gesetzt werden, ohne unnötige Weiterleitungsketten.
Inhalte migrieren und strukturieren
Zuerst werden die Inhalte in WordPress migriert. Dabei ist es sinnvoll, nicht nur zu kopieren, sondern gleich zu vereinfachen, zu aktualisieren und die Struktur (Überschriften, Absätze, Medien) zu verbessern. Gerade zentrale Seiten rund um den WordPress Website Relaunch profitieren davon, wenn sie schlanker, klarer und besser lesbar werden.
Interne Links direkt auf neue URLs setzen
Ein zweiter, oft unterschätzter Schritt betrifft deine internen Links. Damit sind alle Verlinkungen innerhalb deiner Website gemeint – etwa aus Navigation, Footer oder direkt im Inhalt.
Beim Relaunch sollten diese Links immer direkt auf die neuen URLs zeigen, nicht auf alte Adressen, die dann per 301 weiterleiten. Sonst entstehen Weiterleitungsketten, die Ladezeit kosten und die SEO-Signale abschwächen.
Dein Ziel: Von der verlinkenden Seite aus immer direkt auf eine finale URL mit Statuscode 200 verlinken.
Typische Fehler bei der Content-Migration
| Fehler | Auswirkung | Fix in Phase 3 |
|---|---|---|
| Texte 1:1 kopiert | Altlasten, veraltete Infos | Inhalte straffen & aktualisieren |
| Interne Links auf alte URLs | Redirect-Chains, Ladezeit | Links direkt auf neue URLs setzen |
| Vergessene Medien/Downloads | 404-Fehler, schlechte UX | Mediendateien migrieren und prüfen |
Phase 4 – SEO-Setup auf der neuen Seite
Wenn alle Inhalte stehen, geht es darum, die neue WordPress-Seite SEO-fertig zu machen. In dieser Phase optimierst du Meta-Daten und Struktur, richtest strukturierte Daten, Tracking und Sitemap korrekt ein und prüfst auf dem Staging-Server, ob Performance und Core Web Vitals stimmen – der Kern deines SEO-Relaunch-Konzepts.
OnPage-SEO: Meta, Headlines, Inhalte
Auf Seitenebene gehören mehrere Bausteine zu einer sauberen SEO-Grundlage: ein klarer SEO-Titel, eine prägnante Meta-Beschreibung, eine strukturierte H1/H2/H3-Gliederung sowie sinnvoll gesetzte interne Links.
Im nächsten Schritt aktualisierst du deine Inhalte: Du schärfst veraltete Passagen, ergänzt fehlende Informationen und nimmst neue Fragen deiner Zielgruppe auf. Wichtige Begriffe platzierst du dabei immer dort, wo sie Lesern helfen, den Inhalt schneller zu erfassen – nicht als künstliche Keyword-Liste.
Achte außerdem darauf, interne Verlinkungen gezielt zu ergänzen und Bilder mit aussagekräftigen ALT-Texten zu versehen. Diese unterstützen nicht nur die Barrierefreiheit deiner Seite, sondern liefern Suchmaschinen und KI-Systemen zusätzliche Kontextsignale zum Bildinhalt und stärken so das thematische Verständnis deiner Seite.
Technik & strukturierte Daten
Gewährleiste, dass Suchmaschinen deine neue Seite klar verstehen, dass kaputte Aufrufe sauber abgefangen werden und dass alle alten Adressen logisch und ohne Umwege auf ihre neuen Ziele weiterleiten. Beachte dafür vor allem folgende Punkte:
1. Sitemap.xml prüfen und optimieren

was ist eine XML-Sitemap?
Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Liste wichtiger Seiten deiner Website, die Suchmaschinen hilft, Inhalte schneller und vollständiger zu finden.
2. robots.txt prüfen und anpassen
3. Canonicals kontrollieren

was sind canonicals?
Canonicals (genauer: „rel=canonical“-Tags) sind Hinweise im HTML-Code, mit denen du Suchmaschinen sagst, welche URL die „Hauptversion“ eines Inhalts ist.
Sie werden eingesetzt, wenn derselbe oder sehr ähnlicher Inhalt über mehrere URLs erreichbar ist – etwa durch Filterparameter, Tracking-Parameter, HTTP/HTTPS-Varianten oder leicht unterschiedliche Pfade. Ohne Canonicals kann Google diese Versionen als Duplicate Content werten und die Signale (Rankings, Links) auf mehrere URLs verteilen.
Mit einem Canonical-Tag zeigst du auf die bevorzugte URL. So bündelst du die Signale auf dieser einen Adresse, machst die Indexierung klarer und reduzierst das Risiko, dass „falsche“ Varianten ranken oder dass Sichtbarkeit verpufft.
4. 404-Seite überprüfen
5. Weiterleitungslogik testen

Was sind strukturierte Daten?
Strukturierte Daten sind Zusatzinformationen im Code, mit denen Inhalte für Suchmaschinen genauer beschrieben werden, etwa als Unternehmen, Artikel, FAQ oder Produkt. Sie ermöglichen Rich Results wie FAQ-Boxen, Sterne-Bewertungen oder Breadcrumbs in den Suchergebnissen.
Tracking und events
Richte im ersten Schritt dein Web-Tracking sauber ein: Stelle sicher, dass Analytics oder ein vergleichbares Tool eingebunden ist und prüfe, ob wichtige Ereignisse wie Formularabschlüsse, Downloads oder andere Conversions korrekt gemessen werden. Teste diese Events gezielt, damit du später die Wirkung deines Relaunches zuverlässig auswerten kannst.
Anschließend kümmerst du dich um die Google Search Console: Lege eine Property für deine Domain an oder aktualisiere eine bestehende und hinterlege dort die neue Sitemap. So stellst du sicher, dass Google die neuen URLs schnell erfasst und du mögliche Probleme beim Crawling früh erkennst.
Performance & Pagespeed auf Staging
Für die Performance lohnt sich eine Staging-Umgebung, die der Live-Umgebung möglichst ähnlich ist. Diese sollte mit einem htaccess-Schutz versehen sein, damit sie nicht indexiert wird, und mit Tools wie GTmetrix oder ähnlichen Lösungen getestet werden, die HTTP-Auth unterstützen. So kannst du früh sehen, ob zentrale Templates schnell laden und die relevanten Core Web Vitals im grünen Bereich liegen.

Was sind core web vitals?
Core Web Vitals sind Kennzahlen zur Benutzererfahrung, z. B. wie schnell der Hauptinhalt lädt, wie stabil das Layout ist und wie schnell die Seite reagiert. Sie sind ein wichtiger Faktor für Nutzerzufriedenheit und SEO.
Phase 5 – Launch-Day-Checkliste
Der Go-live ist der Moment, in dem alle Vorarbeiten zusammenlaufen – und an dem kleine Versäumnisse große Auswirkungen haben können. Diese Phase definiert einen klaren Ablauf für Backup, DNS-Switch, 301-Tests, Formular-Checks und erste SEO-Schritte, damit dein Website Relaunch WordPress kontrolliert und ohne böse Überraschungen online geht.
Phase 6 – Monitoring & Broken-Link-Check nach dem Relaunch
Mit dem Launch ist der SEO-Relaunch nicht abgeschlossen, sondern wechselt in den Überwachungsmodus. In dieser Phase beobachtest du Rankings, Traffic und Indexierung, spürst interne Broken Links und externe 404-Backlinks auf und optimierst dort nach, wo die neue Website noch Potenzial oder Probleme zeigt.
Rankings, Traffic & Indexierung beobachten
In den ersten Wochen nach dem Relaunch lohnt sich ein genauer Blick auf die Zahlen.
Interne Broken Links beseitigen
Zusätzlich ist ein automatischer oder manueller Broken-Link-Check hilfreich. Das gilt für interne Links ebenso wie für externe Backlinks. Bei internen Links kannst du relativ schnell nachsteuern, indem du die Ziel-URLs korrigierst oder zusätzliche 301-Weiterleitungen ergänzt.

was sind broken links?
Broken Links sind Verlinkungen, die auf nicht erreichbare Seiten führen (z. B. 404-Fehler). Sie frustrieren Nutzer und können deiner SEO schaden.
Externe Backlinks auf 404 abfangen
Bei externen Backlinks lohnt es sich, Zielseiten mit Status 404 zu identifizieren und entweder passende Weiterleitungen einzurichten oder wichtige Linkgeber um ein Update auf die neue URL zu bitten.

was sind backlinks und warum sind sie wichTig?
Backlinks sind Links von anderen Websites auf deine Seiten. Sie gelten als Vertrauenssignal und sind ein wichtiger Ranking-Faktor, weshalb sie nicht ins Leere laufen sollten.
Weitere typische Relaunch-Fehler, die du vermeiden solltest
SEO-Relaunch auf einen Blick
Alle Punkte nochmal zusammengefasst, findest du in der SEO-Relaunch Checkliste übersichtlich aufgestellt. Vor deinen SEO-Relaunch kannst du sie herunterladen, ausdrucken und dann Schritt für Schritt abhaken.
Klingt das für dich nach ganz schön viel Aufwand, dein Team ist aber schon am Limit? Dann kann eine spezialisierte WordPress- und SEO-Agentur den kompletten Prozess für dich übernehmen – von Analyse und 301-Mapping über Content-Migration bis hin zu Tracking, Pagespeed-Optimierung und laufendem Monitoring.
Genau hier setzt mxp an: Wir kümmern uns darum, dass dein Website-Relaunch nahtlos und ohne Ranking-Verlust über die Bühne geht.
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