Was haben die Unternehmen Netflix, Spotify, Uber und Airbnb gemeinsam? Richtig: Alle sind sehr erfolgreich. Und auch richtig: alle sind „in der Cloud geboren“. Sie alle sind Teil einer Gruppe von Unternehmen, die den modernen Cloud-native-Ansatz entwickelt haben, der sich im Bereich der Softwareentwicklung immer weiter verbreitet. Doch was steckt hinter Cloud-native Computing und welche Vorteile bietet dieser Ansatz für dein Unternehmen? Antworten auf diese Fragen haben wir in folgendem Text für dich zusammengefasst.
 

Was ist Cloud-native-Computing?

Cloud-native ist ein Ansatz, bei dem Applikationen nicht mehr in der klassischen Serverfarm im hauseigenen Rechenzentrum laufen, sondern von Anfang an in einer Cloud-Umgebung und auch komplett in und speziell für diese Umgebung entwickelt werden. Der Ansatz basiert auf der DevOps-Kultur, also eine sehr effektive Form der Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklung und Systemadministratoren. Entwicklung und IT-Betrieb sind eins. Das schafft ein stabiles und hoch funktionales Umfeld für deine Anwendung und deren kontinuierliche Optimierungen.
Dabei baut die Cloud-native Architektur auf sogenannten Microservices auf, unabhängige Bestandteile, die eine kontinuierliche Bereitstellung und Verfügbarkeit garantieren.
 

Was sind die Vorteile von Cloud-native-Computing?

Der Cloud-native-Ansatz bietet dir für dein Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und Agilität. Deine Anwendungen laufen völlig unabhängig von in deinem Betrieb vorhandener Hardware oder Betriebssystemen. Das macht diese Systeme sehr ausfallsicher und stabil. Sie bleiben funktionsfähig, auch wenn es in deiner IT-Umgebung zu Problemen oder Störungen kommt.
Ein weiterer Vorteil: Durch den hohen Grad an Automatisierung in der Bereitstellung kannst du durch den Cloud-native-Ansatz das Risiko menschlicher Bedien- und Konfigurationsfehler minimieren.
 

Warum machen Cloud-native-Strukturen Sinn?

Als Unternehmer bist du in der Lage, schnell auf Markt- und Kundenanforderungen zu reagieren – auch, wenn diese nur temporär gebraucht werden. Ein Beispiel: Dein Unternehmen verkauft Ware über ein Shopsystem und der Black Friday steht vor der Tür. Du erwartest für diesen einen Tag vielfach höhere Zugriffsraten. Mit dem Cloud-native-Ansatz musst du für diesen einen Tag nicht in einen zusätzlichen Server investieren, den du danach ein Jahr lang nicht mehr brauchst. Du kannst dir einfach kurzfristig einen stärkeren Server zubuchen und am nächsten Tag wieder abbestellen. Das heißt, du bist flexibel und sparst dir teure Investitionen.
Was uns gleich zum nächsten Vorteil führt: Stichwort Kosten. Durch die exakten und dynamischen Anpassungsmöglichkeiten musst du als Unternehmer keine Hardware vorhalten, die nur temporär zum Einsatz kommt und die meiste Zeit als Überkapazität Kapital bindet.
Du kannst die Anwendungen für dein Unternehmen im Cloud-native-Ansatz jederzeit horizontal und vertikal skalieren. Denn die unabhängigen Microservices ermöglichen es, jeden Service über parallel laufende Container unabhängig voneinander zu skalieren.
Anwendungen, die für die Cloud-Computing-Architektur konzipiert wurden, laufen unabhängig auf jeder Cloud-Plattform. Die User können die Apps und Dienste genau dort ausführen, wo es für dein Unternehmen am sinnvollsten ist.
 

Was steckt hinter dem 12-Faktor-Prinzip?

Eine weit verbreitete Methode zum Erstellen cloudbasierter Anwendungen ist die Zwölf-Faktor-Anwendung. Sie beschreibt eine Reihe von Prinzipien, die Entwickler befolgen, um Anwendungen zu erstellen, die für moderne Cloudumgebungen optimiert sind. Hier findest du die Details: Das 12 Faktor Prinzip im Cloud native Ansatz
 
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Fazit

Das Ziel von Cloud-native-Computing besteht darin, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit zu erhöhen und schließlich die Gewinnspanne deines Unternehmens zu verbessern. Deine Anwendungen und Services bauen auf einem stabilen und krisenfesten System, das du genau an deine Bedürfnisse und Strukturen anpassen kannst. Und damit bist du deiner Konkurrenz einen entscheidenden Schritt voraus.

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